Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Brandschutz

Brennpunkt Brandschutz: Moderner Holzbau erreicht hohe Feuerwiderstandsklassen

Holzbauteile verhalten sich im Brandfall oftmals günstiger als andere Baustoffe – das weiß auch die Feuerwehr, die dem Holzbau meist positiv gegenübersteht. Holz brennt kontrolliert ab, weil es Wasser enthält und eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt. Die sich im Brandfall  entwickelnde Kohleschicht auf der Oberfläche wirkt isolierend. Dadurch wird eine weitere Sauerstoffzufuhr in das Holzinnere verhindert. Ein Holzbalken hält im Normalfall einem Feuer länger Stand als ein Stahlträger. Gleiches gilt für Holzfenster. Zusätzlichen Brandschutz liefert meist auch die Verkleidung (Kapselklasse) wie z.B. Gips- oder Dämmmaterialien.

Im modernen Holzbau werden Feuerwiderstandsklassen von 30 bis über 90 Minuten erreicht.  Inzwischen sind lt. Musterbauordnung 2002 (MBO) mehrgeschossige Gebäude mit Tragkonstruktionen aus Holz aus diesem Grunde zulässig.

Immer komplexer werdende Bauwerke machen jedoch oftmals Abweichungen von Landesbauordnungen oder Musterrichtlinien erforderlich. Das führt zu individuellen Brandschutzkonzepten, über die auch Holzbauweisen, die in Landesbauordnungen bislang nicht abgedeckt sind, die Schutzziele der Bauaufsicht erreichen können.

Der Holzbau ist technisch hoch entwickelt und hat noch enormes Entwicklungspotenzial.

Aufgewickelter Löschschlauch, Foto: Istock
Foto: Istock

InfoBlatt

Wenn Sie unser InfoBlatt bereits bestellt haben, können Sie es hier abbestellen oder Ihr Profil ändern.

Netzwerkpartner