Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Lebenszykluskosten

Haben Sie beim Bauen den Lebenszyklus von Gebäuden im Blick?

Wenn man eine Immobilie im Zeitraum von 30 Jahren betrachtet, entfallen nur knapp 20% der Gesamtkosten auf die Errichtung des Gebäudes. Alle anderen Kosten sind der Bewirtschaftung zuzurechnen. Meist steht der Kauf- bzw. Erstellungspreis im Vordergrund und die Lebensdauer eines Gebäudes spielt zunächst in der kostenseitigen Betrachtung keine Rolle. Diese Herangehensweise greift zu kurz. Oft haben sich Kommunen später wegen enormer baulicher Unterhaltungskosten erschrocken.

Also sind die gebäudebezogenen Kosten und die Wertstabilität einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Lebenszykluskosten setzen bei der Lebensdauer eines Gebäudes an.

Es geht um die gesamtwirtschaftliche betrachtung im Lebenszyklus von Gebäuden, d. h.:

  • Erstellungskosten (Planung bis Übergabe der Immobilie)
  • Investkosten Betriebskosten (Energie-, Reinigungs- oder Instandhaltungskosten)
  • Rückbau- bzw. Entsorgungskosten

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung im Rahmen einer nachhaltigen Umweltpolitik das Ziel verfolgt, den Flächenverbrauch von 93 Hektar/Tag auf 30 Hektar/Tag bis 2020 zu senken. Kann man nun ein Gebäude den wechselnden Anforderungen anpassen (umnutzen), wie das z.B. bei Holzbauweisen möglich ist, verbraucht man dabei weniger Ressourcen und mit der Entsorgung sind keine wesentlichen gesellschaftlichen Folgekosten verbunden. Folglich werden die Bewirtschaftungs- und damit auch die Gesamtkosten geringer ausfallen.

Auch dabei zeigt sich, dass Sie über die Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungsplan) in Ihrer Kommune ein Lenkungsinstrument zur Verfügung haben, um durch optimierte Flächennutzung, Ressourcenschonung und eine umweltgerechte Vergabe z.B. durch Naturbaustoffe, die Höhe der Gesamtkosten deutlich steuern zu können.

Wenn Sie in Ihrer Kommune langfristig planen und zukunftsfähig Bauen wollen, sollten Sie das Zertifizierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. für Ihre kommunalen Gebäude in Betracht ziehen. Das „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ basiert auf der ganzheitlichen Betrachtung des Gebäudelebenszyklus – www.dgnb.de – und wurde in der ersten Version zunächst für den Nutzungstyp „Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude“ eingeführt.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter www.nachhaltigesbauen.de

Hilfestellung bei der Berechnung von Lebenszykluskosten erhalten Sie auf der nächsten Seite.

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