Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Fahrzeuge

Mit heimischen Rohstoffen Gas geben

Unsere Mobilität auf Basis fossiler Rohstoffe hat einen hohen Preis. Wir bezahlen mit Schädigungen für unser Klima und unsere Umwelt und nehmen Preissteigerungen und Versorgungsunsicherheiten in Kauf. Der Treibhauseffekt ist im Wesentlichen unserem Bedürfnis nach Mobilität geschuldet. Aus diesem Grunde ist es wichtig. In diesem Bereich nach Alternativen – auch in Ihrer Kommune zu suchen.

Die Ausgangsstoffe für Biokraftstoffe können auch auf heimischen Äckern und in den Wäldern wachsen oder noch besser aus organischen Reststoffen gewonnen werden. Gleichwohl sollte auch mit diesen Roh- oder Reststoffen sorgsam umgegangen werden. Das bedeutet, Biomasse sollte zunächst möglichst stofflich und erst nach Mehrfachnutzung in Energie umgewandelt werden. Die Versorgung kann so gesichert werden.

Das Klima wird durch die Nutzung biogener Kraftstoffe und deren Beimischungen geschont, wenn sie nachhaltig hergestellt wurden. Achten Sie ggf. auf die Nachhaltigkeitsanforderungen der Biokraftstoffzertifizierung. Siehe hierzu www.ble.de.

Selbstverständlich sollten Verkehrsvermeidung, Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel und geringer Kraftstoffverbrauch immer erste Priorität haben.

Zu den Biokraftstoffen der ersten Generation werden Biodiesel, Rapsöl, Ethanol und Methan aus Biogas gezählt. Die Klimabilanz von Biogas fällt besonders positiv aus, weil hierfür auch organische Abfälle verwendet werden, was der oben beschriebenen Mehrfachnutzung entspricht.

Schweden hat im Bereich Biogas bereits umfangreiche Erfahrungen im Bezug auf Mobilität. Nach dem Motto „Nachhaltig und lokal erzeugt“ werden im Rahmen des BalticBiogasBus-Projektes www.balticbiogasbus.eu oder www.eu.baltic.net ebenfalls Informationen über eine Nutzung von Biogas im Personennahverkehr gesammelt.

Ziel ist aber die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen, die aus unterschiedlichen Biomassen – auch aus biologischen Reststoffen hergestellt werden. Hier spricht man von BtL-Kraftstoff (vom Englischen: biomass-to-liquid) oder Sunfuel. Beide werden über die Vergasung von Biomasse produziert. In der Entwicklung ist aber auch die Erzeugung von Bioethanol aus Zellulose, sprich Holz.

Aus ökologischer Sicht haben Biokraftstoffe überwiegend Vorteile: 

  • geringere CO2-Emissionen
  • schnell, biologisch abbaubar und nicht oder nur schwach Wasser gefährdend
  • Optionen zur Diversifizierung der Kulturlandschaft bei Biokraftstoffen der 2. Generation

Höhere Beimischung

Aus eben diesen Gründen machen Biokraftstoffe bereits heute- energetisch betrachtet - etwa sechs Prozent des Gesamttreibstoffverbrauchs in Deutschland aus. Dieser Anteil soll sich auf Wunsch der Bundesregierung weiter erhöhen. Daher ist ab sofort mit E10 ein Kraftstoff mit höherem Bioethanol-Anteil an deutschen Tankstellen verfügbar. Dieser Regelung hat der Bundesrat Anfang November 2010 über das Neunte Gesetz zur Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugestimmt. Während dem Ottokraftstoff in Deutschland bisher bis zu 5 % Ethanol (bezogen auf das Volumen) beigemischt wurden, ist es ab 2011 möglich, den biogenen Anteil im Benzin auf bis zu 10 Prozent zu verdoppeln. "E10", so die neue Bezeichnung an den Zapfsäulen, vertragen etwa 90 Prozent der Fahrzeuge mit Otto-Motor.

Informationen zu E10-tauglichen Fahrzeugen erhalten Sie beim Fahrzeughersteller bzw. -händler sowie über die KfZ-Werkstätten. Eine Liste dieser Fahrzeuge steht auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10 zur Verfügung.

Benzin und Super mit bis zu 5 % Ethanol gibt es an deutschen Zapfsäulen weiterhin.

Umfangreiche Informationen erhalten Sie auch bei www.bio-kraftstoffe.info oder http://www.bdbe.de und www.ufop.de.

Gute Beispiele für Ihre Mobilität liefet auch http://www.buy-smart.info/gute-praxisbeispiele/fahrzeuge2/fahrzeuge6

Details zu Zertifikaten finden Sie unter http://www.buy-smart.info/labelinformation/fahrzeuge/fahrzeuge5 

 

Die Ausgangstoffe für Biokraftsoffe wachsen auf heimischen Äckern.

Entwicklung Biokraftstoffe in Deutschland

Entwicklung Biokraftstoffe in Deutschland, Quelle: FNR
Entwicklung Biokraftstoffe in Deutschland, Quelle: FNR

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