Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Energieträger

Welche Rohstoffe stehen Ihrer Kommune zur Verfügung?

An erster Stelle sollte die Nutzung von Bioenergie auf Basis "gehandelter" Bioenergie/Brennstoffe stehen.

Nachwachsende Rohstoffe als Energieträger

Die Frage nach Ihren kommunalen Ressourcen schließt auch Partner und Finanzierungsinstrumente mit ein. Denn bei der Nutzung kommunaler Rohstoffe sind nicht nur die Qualität des Brennstoffs von Bedeutung, sondern auch der Aufbau von Versorgungsstrukturen und der Bau und Betrieb geeigneter Anlagen.

Viele Kommunen verfügen selbst über geeignete Bioenergieträger und können günstigstenfalls durch deren energetische Nutzung sogar Entsorgungskosten sparen. Dabei müssen viele Quellen geprüft werden und es ist sicher sinnvoll, gemeinsam mit Vertretern anderer Behörden/Abteilungen und privaten Unternehmen folgende Fragen zu prüfen:

  • Fällt in größeren Mengen Durchforstungsholz aus kommunalen Wäldern an? Im Durchschnitt verbleibt ein Drittel des nutzbaren jährlichen Holzzuwachses in den Wäldern und könnte genutzt werden. Die Wirtschaftlichkeit der kommunalen Wälder ist eine wesentliche Voraussetzung für deren nachhaltige Nutzung.
  • Fallen größere Mengen getrennt gesammeltes Landschaftspflegeholz und/oder privater und kommunaler Grünschnitt an? Holzige Materialien können zu günstigen Brennstoffen aufbereitet werden, während sich Grünschnitt für Biogasanlagen eignet.
  • Welche Mengen an getrennt gesammelten biogenen Siedlungsabfällen, einschließlich Altholz fallen an? Unbehandeltes Altholz ist ein hervorragender trockener Brennstoff. Behandelte und belastete Althölzer können nur in speziellen Anlagen energetisch genutzt werden. Bioabfälle eignen sich neben der Kompostierung auch zur Vergärung, bei der die Energie genutzt wird.
  • Können Anlagen zur Klärgas- oder Deponiegasnutzung eingesetzt bzw. bestehende Anlagen optimiert genutzt werden? Wie Biogas, können Klär- und Deponiegas zur gekoppelten Kraft-Wärmeerzeugung genutzt werden. An manchen Standorten, z.B. auf stillgelegten Deponien, an denen die Gasproduktion nachlässt, könnten bestehende Energieanlagen durch die zusätzliche Beschickung mit nachwachsenden Rohstoffen bzw. biogenen Reststoffen weiter genutzt werden.
  • Wie gestalten sich Aufkommen und Preise für andere nicht-kommunale Energieträger, wie Industrieholz, Waldholz aus privaten und staatlichen Wäldern, Energiepflanzen und landwirtschaftliche Reststoffe? Reststoffe und Produkte aus Land- und Forstwirtschaft sind gute und regional verfügbare Energieträger.

Stellen Sie gemeinsam mit Vertretern der relevanten Behörden/Abteilungen und Firmen eine Liste der regional verfügbaren Bioenergieträger zusammen.

Ausführlich beschreibt das FNR Themenportal www.bio-energie.de die Verfahren zur energetischen Nutzung von Biomasse.

Hintergrundinformationen zu Energiepflanzen erhalten Sie über das FNR Themenportal www.energiepflanzen.info

Kurzumtriebplantage (KUP) - schnellwachsende Baumarten können zu günstigen Brennstoffen aufbereitet werden.
Schnellwachsende Baumarten können zu günstigen Brennstoffen aufbereitet werden.

Qualitätsmanagement für Holzheizwerke
in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

Experten aus der Schweiz, Deutschland und Österreich haben gemeinsam Qualitätsstandards geschaffen. Diese werden von der Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke unter der Bezeichnung «QM Holzheizwerke» angeboten.

Bei QM Holzheizwerke handelt es sich um ein projektbezogenes Qualitäts-managementsystem. Es stellt sicher, dass in einem zeitlich begrenzen Projekt, an dem mehrere Unternehmen beteiligt sind, die geforderte Qualität festgelegt und geprüft wird. Weitere Informationen zu QM Holzheitzwerke finden Sie hier.

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