Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Umweltzeichen

Gütesiegel als Orientierungshilfe

Umweltzeichen schaffen Anhaltspunkte und Orientierung für eine umweltfreundliche Beschaffung vonProdukten aus NawaRo. Allerdings gibt es inzwischen eine Vielzahl davon. So ist es für Verantwortliche in diesem Bereich nicht einfach, sich im „Zertifikat-Dschungel“ zu Recht zu finden.

Die FNR hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW) beauftragt, die Kennzeichen zusammenzustellen, die in ihrem Kriterienkatalog den Einsatz nachwachsender Rohstoffe berücksichtigen. Die dazugehörigen Erläuterungen stellen wichtige Informationen für Bedarfsbeschreibungen und darauf aufbauende Leistungsverzeichnisse dar.

Vertretern von Kommunen soll mit dieser Aufstellung gezeigt werden, wie viele Produktgruppen inzwischen nachwachsende Rohstoffe berücksichtigen und welches umfangreiche Produktportfolio für den Klima- und Ressourcenschutz inzwischen zur Verfügung steht.

Kommunale Wertschöpfung im Blick

Gleichzeitig soll das Augenmerk auf eine mögliche Beteiligung regionaler Akteure im Sinne kommunaler Wertschöpfung gelenkt werden. Schließlich können Rohstoffe, Produkthersteller oder Dienstleistungen regional verfügbar sein und entsprechend angeboten werden. Dargestellt werden Umweltzeichen, die den vergaberechtlichen Mindestanforderungen an Geeignetheit, Wissenschaftlichkeit, Transparenz und Zugänglichkeit erfüllen.

Grundlage für die Auswahl ist die ISO-Norm 14020. Danach informieren Umweltzeichen über wichtige Umweltaspekte. Die Nachfrage nach ökologischen Produkten und Dienstleistungen soll dadurch gefördert werden.

 

Es werden drei Typen zur Produktkennzeichnung unterschieden:

Type I: Zertifizierte Ökolabel

Type II: Selbstdeklarationen

Type III: Produktdeklarationen (EPD)

Die Grafik stellt die wesentlichen Unterschiede dieser drei Typen dar:

Für die Recherche der zur Verfügung gestellten Informationen wurden öffentlich im Internet verfügbare Quellen genutzt. Berücksichtigt wurden dabei Typ I und Typ III Label. Die Vollständigkeit wird angestrebt, kann aber nicht verbindlich erklärt werden.

Zertifikate sind nicht alles

Wichtig ist aber auch, darauf hinzuweisen, dass viele insbesondere kleine mittelständische und innovative Unternehmen im Aufbau, nicht über ausreichende Mittel verfügen, um eine oft finanziell aufwändige Zertifizierung ihrer Produkte durchführen zu lassen. Trotzdem sind diese meist gut und geeignet unsere Umwelt zu schützen. Auch diese Produkte und Hersteller sollten eine

Chance am Markt und damit in der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung erhalten.

Die für die Einstufung von TYP-I-Umweltzeichen einschlägige ISO-Norm 14024 sowie ergänzend die IÖW-Anforderungen zur Bewertung von Produktkennzeichen haben wir für Sie eingestellt.

Die Grafik stellt die wesentlichen Unterschiede der drei Typen der Produktkennzeichnung dar. Quelle: www.ecosmes.net

InfoBlatt

Wenn Sie unser InfoBlatt bereits bestellt haben, können Sie es hier abbestellen oder Ihr Profil ändern.

Netzwerkpartner