Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Dämmung

Natürlich Dämmen – gut für Klima und Budget

Wir verbringen mittlerweile über 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Deswegen sollten wir dem Innenraumklima besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Dämmstoffe aus der Natur sind hier besonders geeignet, um für gutes Raumklima zu sorgen. Das bedeutet sommerlicher Hitzeschutz, winterlicher Kälteschutz und eine ausgezeichnete Feuchteregulierung. Viele Naturdämmstoffe gelten aus baubiologischer Sicht als gesundheitlich unbedenklich. Zu ihrer Herstellung ist meist nur geringer Energieaufwand erforderlich. Das beweist z.B. eindrucksvoll der Dämmstoff „NeptuTherm“ aus Seegras, welches an den Stränden Tunesiens aus dem Mittelmeer angeschwemmt wird. Der Dämmstoff eignet sich auch für die Altbausanierung. Siehe: https://neptugmbh.de/wp-content/uploads/2019/03/2019_02-artikel-neptutherm-dach-und-holzbvau.pdf

Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen konservieren das von den Pflanzen beim Wachstum gebundene CO2 über den Zeitraum ihrer Nutzung und wirken so als Klimaschützer. Das wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus.

Beim Bauen oder Renovieren ist es wichtig die Baustoffe aufeinander abzustimmen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dafür ist erfahrenes Handwerk wichtig. Bauprodukte in Deutschland unterliegen entweder einer Normung oder haben eine bauaufsichtliche Zulassung. Wesentliche Kriterien sind hierbei: Brandschutz, Dämmwert, Wärmeleitfähigkeit, Setzungssicherheit und Feuchteverhalten. Zusätzlich kommen Angaben zur ökologischen Verträglichkeit, zu Rückbau und Entsorgung immer mehr – insbesondere im öffentlichen Bereich – zum Tragen.

Seegrasballen aus dem Mittelmeer
Quelle: FNR/Nitzschke

Viele Naturbaustoffe kommen übrigens aus der heimischen Land- oder Forstwirtschaft. Wenn über öffentliche Auftraggeber die Nachfrage nach Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen steigt, bedeutet dies bei der Berücksichtigung regionaler Anbieter kurze Transportwege, weniger Import-Abhängigkeit und Arbeitsplätze im ländlichen Raum bzw. der mittelständischen Industrie, die die Dämmstoffe herstellt und vertreibt.

Ein „Zauberwort“ für öffentliche Kassen heißt: Energieeffizienz. Die größten Kosteneinsparungen im öffentlichen Bereich können erzielt werden, wenn Immobilien gedämmt und zusätzlich mit einer modernen, effizienten Heizungstechnik ausgestattet werden. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung unter Einbeziehung aller Qualitätskriterien sowie ökologischen und entsorgungstechnischen Aspekten können mit Naturdämmstoffen und einer Biomasseheizungsanlage öffentliche Haushalte am ehesten geschont werden.

Verschiedene und teilweise kombinierbare Förderprogramme machen eine energetische Sanierung zusätzlich attraktiv. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch unter www.energiefoerderung.info.

Ein Taschenrechner und Eurogeld liegen auf Holzpellets
Quelle: Fotolia

Kommunen fördern den Einbau von Naturfaser-Dämmstoffen

Einige Städte bezuschussen den Einsatz zertifizierter Dämmstoffe mit einem Bonus, um Ressourcenschonung, Kohlenstoffspeicherung und besonders umweltschonende Produkte zu unterstützen. Darunter fallen auch viele Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen.     

In der Übersicht sind die Städte gelistet, die für zertifizierte Naturdämmstoffe einen Extra-Zuschuss gewähren. Die entsprechenden Produkte finden Sie in der nachwachwachsenden Produktwelt: https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/ und darüber hinaus Dämmstoffe mit „natureplus-Zertifikat“ unter: http://www.natureplus-database.org/produkte.php

Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit;  aus ihr lässt sich kein Förderanspruch ableiten.

Eine Hand voll Holzwolle wird in die Linse gehalten. Im Hintergrund eine angefangene Häuserwand mit Holzwolle
Quelle: Fotolia/Ingo Bartussek
Banner Fachtagung Bioökonomie; Bild: Pixabay/PIRO4D
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