Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Einsatzbereiche

Viel Platz für Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen

Eine Kommune, die die Pflege ihrer Grünanlagen, Spielplätze und Sportanlagen unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten betreibt, schafft ein lebenswertes Umfeld und ist Vorbild für ihre Bürger. Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit lässt sich die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Gemeinde zusätzlich verstärken.

Wie wäre es z.B. mit einem Gestaltungswettbewerb für Ihre Verkehrskreisel?

Fordern Sie Ihre Garten- und Landschaftsbauer doch mal auf, ihre kreativen Fähigkeiten zu nutzen und diese im Wettbewerb einzubringen. Sie sparen Geld, bekommen Anregungen, tun etwas für Ihren Klimaschutz und erfreuen Ihre Bürgerinnen und Bürger, die ggf. über die örtliche Presse Bewertungen abgeben dürfen. Die örtlichen Garten- und Landschaftsarchitekten können für sich werben und das  kommunale Image gewinnt.

Blühwiese neben einer Straße. Daneben ein Schild mit Aufschrift "Gute Fahrt"
Quelle: FNR/Nitzschke

Im öffentlichen aber auch im privaten (Frei-)Raum gilt es nicht nur wegen des notwendigen Klima- und Ressourcenschutzes, sondern auch aus gestalterischen Gründen den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen sowohl auf der Produktebene aber auch im energetischen Bereich zu sondieren.

Hier einige wichtige Argumente, die natürlich auch für Verbruacher relevant sind:

  • Handwerklich solide ausgeführte Holzausstattungen im Außenbereich sind sehr robust, langlebig und reparaturfreundlich. Sie verursachen dadurch langfristig weniger Kosten, auch wenn sie in der Anschaffung teurer sein können als Kunststoffprodukte.
    • Die Beauftragung von örtlichen Handwerkern mit der Bearbeitung des regionalen Holzes spart CO2 aufgrund der kurzen Transportwege und stärkt die Wirtschaftskraft vor Ort.
Klettergerät für Kinder aus Baumstämmen
Quelle: eibe GmbH & Co. KG
  • Mit Hackschnitzeln von Baum- und Strauchschnitt können Wege und auch ganze Anlagenbereiche naturnah gestaltet werden.
    • Der Pflegeaufwand wird dadurch verringert und somit auch kostengünstiger.
    • Außerdem entfallen die Entsorgungskosten und die Kosten für alternativ zuzukaufende Materialien, wie z. B. Schotter oder Torf.
  • Die Verwendung von verrottbaren Töpfen garantiert ein gutes Anwachsen der ausgesetzten Jungpflanzen und spart sowohl die Kosten als auch den Zeitaufwand für die Entsorgung herkömmlicher Produkte.
  • Moore schützen hängt auch von der Kaufentscheidung ab. Die Verwendung von gereiften und gut abgelagerten (kommunalen) Komposten zur Düngung von Grünanlagen und zur Herstellung von Pflanzerden, z. B. für die Befüllung von Pflanzkästen, spart den Zukauf von Mineraldüngern oder teuren, torfhaltigen Fertigprodukten. Deswegen bewusst auf torfhaltige Erde verzichten und die Angaben auf den Substratsäcken immer genau lesen.
    • Als geeignete Torfersatzstoffe gelten auch Rindenhumus und Holzfasern.
    • Auch torffreie Regionalerde, die aus Stadtbioabfällen entsteht, ist von Vorteil für die Umwelt. Die Verwaltung kann hier Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger sein und gleichzeitig den Absatz eines ggf. eigenen, kommunalen Produktes fördern.
Ein Haufen Holzhackschnitzel
Quelle: Fotolia
  • Gewächshäuser können problemlos und kostengünstig mit Biomasse beheizt werden.
  • Besonders bei Verlustschmierungen, wie z. B. bei Sägeketten, bietet sich der Einsatz biogener Schmieröle an. Aber auch in vielen Maschinen und Geräten können pflanzenbasierte Hydraulikflüssigkeiten und Schmierstoffe eingesetzt werden.
  • Biogene Kraftstoffe, vor allem Biodiesel, können in entsprechend freigegebenen oder umgerüsteten Fahrzeugen Verwendung finden.
  • Ein weiterer Aspekt: Durch die Verwendung regionaler Produkte (Holz, kommunale Komposte) ist in Zusammenarbeit mit sozial engagierten Trägervereinen, eine Förderung  von Arbeitsplätzen für benachteiligte Personengruppen möglich.

Zahlreiche Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für den Grünflächen- und Spielplatzbereich finden Sie hier: https://www.die-nachwachsende-produktwelt.de/

Wichtige Adressen und Hilfestellungen:

Leitfaden „Nachhaltige Freianlagen“: https://shop.fll.de/de/downloadable/download/sample/sample_id/55/

NaturGarten e.V.: https://www.naturgarten.org/naturgarten-ev.html

Bewertungssystem zur Nachhaltigkeit von Grünflächen: https://www.fh-erfurt.de/urbio/httpdocs/content/documents/URBIOgreenspaceWS/2013-03-20_URBIO_greenspace_01_Mueller+Elsner.pdf

Grün in die Stadt: https://www.gruen-in-die-stadt.de/informieren/vorteile-von-stadtgruen/

Urbanes Grün: https://www.die-gruene-stadt.de/urbanes-gruen.pdfx

Bund Deutscher Landschaftsarchitekten: https://www.bdla.de/themen/gruene-infrastruktur-stadtgruen

Tomaten im Gewächshaus
Quelle: Fotolia
Banner Fachtagung Bioökonomie; Bild: Pixabay/PIRO4D
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