Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Der Projektbeirat

Der öffentliche Beschaffungsalltag mit umfangreichen Rahmenverträgen und eingefahrenen Bezugswegen stellt die tatsächliche Etablierung biobasierter Produkte in der Einkaufspraxis vor große Herausforderungen, weil u.a.

  • mangelnde Information und Fortbildung eine nachhaltige Vergabepraxis erschweren.
    • die Produkteigenschaft „nachwachsender Rohstoff“ als Kriterium bei (staatlichen) Umwelt-(güte)zeichen kaum eine Rolle spielt.
    • anerkannte gleichwertige Gütezeichen kaum bekannt sind.
    • Ressourceneinsparung und –effizienz oder CO2 -einsparung nicht zwangsläufig mit nachwachsenden Rohstoffen in Verbindung gebracht werden.
  • Produktlücken in öffentlichen Anwendungsfeldern und Bedarfen bestehen.
  • Kleinserien und heterogene Herstellerstruktur vorherrschen.
  • die Nachhaltigkeit mancher biobasierter Produkte schwer zu bewerten ist.
  • eine Wirtschaftlichkeit nicht immer ohne weiteres nachgewiesen werden kann.

Die neuen EU-Vergaberichtlinien sind im April 2016 auch in deutsches Recht umgewandelt worden. Danach soll die nachhaltige Beschaffung zwar gestärkt aber der Einkauf  künftig nur noch elektronisch abgewickelt werden. Das stellt an KMU und innovative Start up-Unternehmen, die bei Anbietern biobasierter Produkte vorherrschen erhöhte Anforderungen.Umso mehr ist der Austausch mit Vertretern der Branche sowie öffentlichen Einkäufern für die Akzeptanz und Implementierung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen im Beschaffungsalltag wichtig.

Die Einrichtung eines Beirats, durch den politische und meinungsbildende Aktivitäten entwickelt sowie Impulse und wissenschaftliche Expertise gegeben werden, ist hier ein geeignetes unterstützendes Instrument.

Bei der konstituierenden Sitzung des Expertenbeirats „Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf“ am 14. Dezember 2015 wurden als wesentliche Aktionsfelder definiert:

  • Information
  • Beschaffungspraxis
  • Markt

Als koordinierende Geschäftsstelle fungiert das Projektbüro „Nachwachsende Rohstoffe im Einkauf“ – m.missalla(bei)fnr.de

 

Quelle: Wenke Stelter/FNR

Mitglieder

1.    Yasmina Fekih, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL),
       Haushaltsreferat/113, Bonn; für die Zielgruppe Entscheider

2.    Bernhard Hauck, stellv. Geschäftsführer, Kuratorium für Waldarbeit und
       Forsttechnik,  Groß Umstadt; für die Zielgruppe Bedarfsträger

3.    Susanne Nachtigall, Abteilungsleiterin Beschaffung, Beschaffungsamt, Bonn;
       für die Zielgruppe Einkäufer

4.    Thomas Kaliner, Esselte Leitz GmbH & Co. KG,  Stuttgart; für die Zielgruppe
       Hersteller/Unternehmen

5.    Martin Hake, Leiter der ZV-BMEL, Bonn; für den Bereich Vergaberecht

6.    Martina Schraudner, Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation
       CeRRI, Berlin; für den Bereich ergänzende Fachkompetenz/Wissenschaft

7.    Matthias Berg, Bundesverband Materialwirtschaft (BME), Projektleiter
       Kompetenzzentrum innovative Beschaffung (KOINNO),  Frankfurt/Main;
       für den Bereich Implementierung/Innovation

8.    Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky, Verwaltungs- und Beschaffernetzwerk (VuBN)
       und Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Würzburg,
       Würzburg; für den Bereich Meinungsbildner/Netzwerke

9.    NN, Bioökonomierat, Berlin; für den Bereich Nachhaltigkeit

Quelle: T.Gabriel/ FNR

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