Beschaffung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Holzprodukte

 

Emissionsarme Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen, RAL-UZ 38

Geltungsbereich: Produkte, die zu mehr als 50 Volumen-Prozent aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bestehen, d.h. aus Holz, Holzmehl und/oder Holzwerkstoffen.

  • keine für die Wohnumwelt bedenklichen und bei der Verwertung störende Schadstoffe - insbesondere in der Beschichtung
  • überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt
  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • freiwillige Geruchsprüfung des Produktes nach DIN ISO 16000-28 durch den Hersteller
 

EU-Umweltzeichen für Bodenbeläge aus Holz / Hartbeläge

Holz- und Terrassendielen, Bodenbeläge aus Laminat, Kork und Bambus

  • Herkunftsgarantie: Kork und Bambus stammen nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Bis 31. Dezember 2012 stammen mindestens 60 Prozent des eingesetzten Massivholzes nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ab 1. Januar 2013 mindestens 70 Prozent.
  • Bis 31. Dezember 2012 bestehen mindestens 30 Prozent der eingesetzten Holzwerkstoffe aus rezyklierten Materialien, ab 1. Januar 2013 mindestens 40 Prozent.

Hartbeläge:

Die Produktgruppe „Hartbeläge“ umfasst Natursteine, Agglomeratsteine,
Betonpflasterelemente, Terrazzoplatten, Keramikplatten
und Tonplatten für den Innen- und Außenbereich ohne
strukturrelevante Funktion. D

Die Kriterien für Hartbeläge geltensowohl für Boden- als auch für Wandbeläge, sofern zur Herstellung die gleichen Materialien und Produktionsverfahren angewandt werden.

  • Verringerung der Auswirkungen auf natürliche Lebensräume und zugehörige Ressourcen,
  • Verringerung des Energieverbrauchs,
  • Verringerung der Ableitung toxischer Stoffe oder sonstiger Schadstoffe in die Umwelt,
  • Verringerung des Einsatzes gefährlicher Stoffe in den Werkstoffen und im Endprodukt,
  • Sicherheit und Ausschaltung von Gesundheitsrisiken für die belebte Umwelt,
  • Informationen, die den Verbraucher in die Lage versetzen, das Produkt in effizienter Weise so anzuwenden, dass die gesamten Umweltauswirkungen minimiert werden.

 

 

 

 

 

Österr. UZ-Richtlinie - 28 Witterungsbeständige Holzprodukte

Ob Spielplatzgeräte für Kinder, Gartenmöbel, Komposter oder Hochbeete – Produkte aus Holz sind im Freien besonderen Witterungsbelastungen ausgesetzt. Oft soll die Behandlung mit Chemikalien diesen Vollholzprodukten ein langes Leben garantieren.

Deren Einsatz zum Holzschutz ist allerdings problematisch: Durch Auswaschungen kann der Boden kontaminiert werden und das Holz kann am Ende der Gebrauchsdauer nicht einfach verwertet sondern muss  sachgerecht entsorgt werden.

Bei witterungsbeständigen Holzprodukten mit dem Umweltzeichen sind chemische Holzschutzmaßnahmen wie Lackierungen oder Kesseldruckimprägnierungen strikt verboten. Der langlebige Holzschutz beginnt mit der Auswahl dauerhafter Holzarten wie Robinie, Edelkastanie, Eiche, Douglasie oder Lärche, wobei nur Holz zugelassen ist, das überwiegend aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Schutz gegen Verwitterung wird durch bauliche Maßnahmen erreicht: Vermeidung von direktem Erdkontakt durch Aufständerung, Ausführung von Stirn- und Schnittflächen, Vorbereitung des Untergrunds zur Vermeidung von Staunässe sowie splintfreie Verarbeitung. Das Holz darf darüber hinaus nur natürlich witterungsbeständig gemacht werden, entweder durch Pilze, deren Unbedenklichkeit nachgewiesen wurde oder durch thermische Behandlung. Darüber hinaus erfüllen Spielgeräte hohe Sicherheitsstandards.

  • Mindestens 50 Prozent des Holzes und 50 Prozent der Holzwerkstoffe stammen nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Verbot von Holz(-fasern) aus Urwäldern (borealen und tropischen Primärwäldern).
www.umweltzeichen.at
 

Nordic Ecolabelling of Floor Coverings - Version 5.0

  • Verpflichtender Mindestanteil nachwachsender Rohstoffe: 50 Masse-Prozent
  • Holz und Bambus stammen aus legalen Quellen.
  • Für Bodenbeläge mit Holzanteil von mind. 10 Prozent gilt: mindestens 30 Prozent des eingesetzten Holzrohstoffes stammen nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Herstellung/ Verarbeitung: Gefördert wird die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern im Herstellungsprozess.
www.svanen.se/en
 

natureplus®-Vergaberichtlinie

RL 0000 – Basiskriterien für alle Produkte

Geltungsbereich: Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus unbeschränkt verfügbaren mineralischen Rohstoffen bzw. aus Sekundärrohstoffen.

  • Herkunftsnachweis für alle Einsatzstoffe durch den Hersteller erforderlich. Die nachhaltige Verwendung natürlicher Ressourcen ist nachzuweisen.
  •  Maximierung des Anteils an nachwachsenden und/oder umweltverträglich gewonnenen mineralischen Rohstoffen (inklusive Wasser) in den Produkten: i.d.R. beträgt der Anteil nachwachsender und mineralischer Rohstoffe am Endprodukt mind. 85 Masse-Prozent.
  • Umweltverträgliche und ressourcenschonende Gewinnung der Rohstoffe, insbes. im Hinblick auf nachwachsende Rohstoffe:
    • weitgehender Verzicht auf Pestizid-, Chemikalien- und Kunstdüngereinsatz
    • Vermeidung von Rohstoffen aus nicht nachhaltiger Plantagenwirtschaft kein Einsatz von Rohstoffen aus Raubbau (z.B. nicht zertifizierte Tropenhölzer)
    • wo möglich: breite Abstützung auf anerkannte Qualitätssysteme der biologischen Landwirtschaft
    • und der nachhaltigen Forstwirtschaft

RL0200 Holz und Holzwerkstoffe

  • Verpflichtender Mindestanteil nachwachsender Rohstoffe (lignocellulosehaltigen Fasern und Späne) bezogen auf die Trockenmasse des Produktes: 85 Masse-Prozent.
  • Bei der Verwendung von Frischholz: möglichst hoher Anteil aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Bei einem   Frischholzanteil > 25 Prozent ist für mindestens 10 Prozent davon der Nachweis nachhaltiger Forstwirtschaft durch ein Zertifikat zu erbringen.

RL0209 Bodenbeläge aus Holz und Holzwerkstoffen

  • Verpflichtender Mindestanteil nachwachsender Rohstoffe: 95 Prozent bezogen auf die Rohdichte des Endproduktes
  • Maximalgehalt des Leimanteils: 5 Masse-Prozent bezogen auf atro Holz/Holzwerkstoff
  • Bodenbeläge, die Hölzer aus Edelholzmonokulturen enthalten, werden nicht ausgezeichnet.
  • Als Hauptbestandteile werden nur standortgerechte Holzarten und Holzarten eingesetzt, die nicht unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen.
  • Präferenz für Oberflächenbeschichtungsmittel aus nachwachsenden Rohstoffen.
  • Bei der Herstellung werden spezielle ökologische Kennwerte eingehalten
www.natureplus.org/de/natureplus/vergaberichtlinien
 

FSC – Zertifikat

FSC 100%: kennzeichnet Produkte, die zu 100% mit Holz (oder Holzfasern) aus vorbildlich bewirtschafteten, FSC zertifizierten Wäldern hergestellt wurden.

FSC Recycled: kennzeichnet Produkte, die zu 100% aus Gebraucht- oder Restholz (-holzfasern) hergestellt wurden. Mindestens 85% stammt dabei aus Holz (-fasern) die bereits genutzt wurden (Post-Consumer Recycling), die restlichen 15% aus Materialien, die für die eigentliche Bestimmung nicht genutzt werden konnten (Pre-Consumer Recyclingmaterial).

FSC Mix: kennzeichnet Produkte, die zu mindestens 70% mit Holz (oder Holzfasern) aus FSC zertifizierten Wäldern oder Post-Consumer Recyclingmaterialien hergestellt wurden. Beimischung von anderen verantwortungsvollen Quellen ist bis zu 30% erlaubt.

Die Materialströme der FSC zertifizierten Materialien in und zwischen Unternehmen werden durch ein lückenloses System der Produktkettenzertifizierung überprüft. Die weltweit gültigen Zertifikate können unter www.info.fsc.org überprüft werden.

 

Produktkettennachweis von Holzprodukten – Anforderungen PEFC D 1003:2010

Geltungsbereich: PEFC zertifiziert kennzeichnet Produkte, deren zur Produktion eingesetzter Holzrohstoff (oder Holzfasern) zu mind. 70 % aus  ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Alle eingesetzten Rohstoffe stammen nachweislich nicht aus umstrittenen Quellen (illegaler Holzeinschlag, Umwandlung von Naturwäldern in Plantagen, genetisch veränderte Organismen, etc.).

Alle beteiligten verarbeitenden Betriebe erfüllen die Anforderungen von PEFC für die Produktionskette (Chain-of-Custody; COC).

www.pefc.de
 

Holz von Hier - "Besonders klimafreundliche Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft"

  • Das verwendete Holz stammt nachweislich aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Verbot von Holz aus Urwäldern (borealen und tropischen Primärwäldern)
  • Verbot von Holz international gefährdeter Baumarten (nach der internationalen Roten Liste von IUCN).
  • Das Holz hat überdurchschnittlich kurze Transportwege entlang der gesamten Verarbeitungskette zurückgelegt und ist damit besonders klimafreundlich.
www.holz-von-hier.de
 
 

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